Bella Sky: Das Hotel, das sich neigt und dreht

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Kaare K.B.Dahl

Senior Project Manager
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Henrik Ravn

Henrik Ravn

Ingeniør
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Die zwei Türme sind zu jeder Seite 15 Grad geneigt. Sie haben eine Höhe von 76,5 Metern, fassen 814 Zimmer und wurden auf einem Grundstück von 44.173 m2 erbaut. Um ein solches Wahrzeichen zu errichten, braucht es innovative Ansätze. Die beim Bella Sky Hotel wirkenden Kräfte sind enorm. Daher musste das Team sämtliche Standardausführungen neu denken und planen, um der komplexen Geometrie mit ihren Kräften gerecht zu werden. Ramboll war an dem Projekt als beratende Ingenieurgesellschaft für tragende Strukturen, Abwasseranlagen und Erdbau beteiligt. Das Gebäude wurde Anfang 2011 in Zusammenarbeit mit den Architekten von 3xN fertiggestellt.

Geometrie in Beton

"Besonders spannend an diesem Projekt war, dass ein Gebäude mit derartigen Drehungen und einer so komplexen Geometrie aus Betonfertigteilen gebaut werden sollte", erläutert Kaare K.B. Dahl. "In anderen Ländern würde ein Gebäude wie das Bella Sky Hotel im Regelfall aus Ortbeton oder mit einer Stahlkonstruktion gebaut. Wir in Dänemark bauen aber traditionell mit Betonfertigteilen. Diese sind kostenwirksam, reduzieren die Fehleranfälligkeit der einzelnen Teile und sind sehr viel angenehmer zu verarbeiten. Allerdings ist dieses Puzzle bei einer derart komplexen Geometrie ungleich schwerer so zusammenzufügen, dass die Einzelteile ein funktionsfähiges Gebäude ergeben."

3D-Modell für Berechnungen und Zeichnungen

Alle von Ramboll verwendeten Berechnungen und Zeichnungen beruhten auf einem 3D-Modell. Dabei brachten die Planer das Berechnungsprogramm ROBOT mit dem Entwurfsprogramm TEKLA zusammen. Die Kombination der beiden Programme ermöglichte die Berechnung folgender Fragestellungen: Wie wird der Boden sich verformen, wenn das Gebäude sich setzt? Wie weit wird sich die Gebäudespitze bei den vorherrschenden Bedingungen seitwärts bewegen? Jedes Detail wurde dem Modell hinzugefügt, das alle Änderungen in 2D-Zeichnungen übernahm, die direkt aus dem 3D-Modell erzeugt wurden. 

"Eine unserer größten Herausforderungen bestand darin, die ausgesprochen komplexe Geometrie vollständig zu begreifen und zu beherrschen. Dabei hat TEKLA sich für uns als unschätzbar hilfreich erwiesen", so Kaare K.B. Dahl.