Gekommen, um zu bleiben – die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland

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Luise Brenning

Luise Brenning

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Bis zum Jahr 2025 werden dem Wirtschaftsstandort Deutschland laut Prognosen mehrere Millionen Fachkräfte fehlen. Die gezielte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland wird als ein zentraler Lösungsansatz für den Fachkräftemangel gesehen. Entsprechend wurde der deutsche Rechtsrahmen zur Zuwanderung ausländischer Fachkräfte seit 2012 deutlich geöffnet. Ausländische Fachkräfte und ansässige Unternehmen sollen Deutschland als attraktiven Standort für die Zuwanderung wahrnehmen.

Um eine erste Evaluierung zur Wirkung und der praktischen Umsetzung des geltenden Zuwanderungsrechts zu erhalten, wurde Rambøll Management Consulting vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einer Wirkungsanalyse des rechtlichen Rahmens für ausländische Fachkräfte beauftragt, einer Maßnahme der Arbeitsgruppe „Ausländisches Arbeitskräftepotenzial erschließen und Willkommenskultur schaffen“ im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung.

Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit sichern

Für die erfolgreiche Rekrutierung ausländischer Fachkräfte durch deutsche Unternehmen und die Sicherstellung ihres Verbleibs ist ein attraktiver rechtlicher Rahmen erforderlich. Dieser muss für die Zielgruppe handhabbar, transparent in der Umsetzung und aus Unternehmenssicht zielführend sein. Politische und soziale Motive, zu denen u.a. eine entsprechende Willkommens- und Anerkennungskultur in der Gesellschaft gehören, sind weitere Faktoren, die die Zuwanderung wie auch den Verbleib ausländischer Fachkräfte beeinflussen. Diese Voraussetzungen sind essenziell, um ausländische Fachkräfte anzuziehen und so die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

Die Studie kommt u.a. auf Basis einer Befragung von mehr als 500 bereits zugewanderten Fachkräften zu dem Ergebnis, dass die Änderungen des rechtlichen Rahmens für die Zuwanderung aus Sicht der Wirtschaft, der Verwaltung und der Fachkräfte selbst als grundsätzlich positiv und zielführend bewertet werden.

Optimierungspotenziale auf der Umsetzungsebene

Neben dieser positiven Bewertung des Rechtsrahmens identifizierte die Studie maßgebliche Optimierungspotenziale im Verwaltungsvollzug und in der praktischen Umsetzung. Dies betrifft z.B. die Informationsvermittlung bei den Zuwanderungsmöglichkeiten, die Transparenz und Effizienz der Umsetzungsprozesse sowie die Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur.

Von den insgesamt 48 entwickelten Handlungsempfehlungen sind neben übergeordneten auch zielgruppenspezifische Verbesserungspotenziale aufgeführt, die sich zum Teil bereits in der Umsetzung befinden. Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen leistet einen entscheidenden Beitrag, die von dem geltenden Rechtsrahmen ausgehenden Potenziale zu realisieren und Verbesserungen im Verwaltungsvollzug herbeizuführen.

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