Analyse von wasserbezogenen Risiken (Water Risk Assessment) für die internationalen Standorte eines Pharmakonzerns

Wasserrisiken

Wasserrisiken

Kontakt

Jens Haubensak

Principal, Sustainability
Telefon: +49 89 9789701-81

Daniel Kielhorn

Senior Managing Consultant, Sustainability
Telefon: +49 201 43883-24

Unsere Services

Ausgangssituation

Wasser ist die Grundlage allen Lebens und unser wichtigstes Nahrungsmittel. Zudem benutzen wir Wasser für viele weitere Zwecke: zum Duschen und Waschen, zum Kochen, zur Kühlung, in industriellen Prozessen und vor allem zur Bewässerung von Nutzpflanzen in der Landwirtschaft. Weniger als 3 % der weltweiten Wasserreserven sind Süßwasser und somit potentiell nutzbar, wobei nicht die gesamte Süßwassermenge für den Menschen zugänglich und somit nutzbar ist. Der Klimawandel, aber auch die intensive Nutzung durch den Menschen habe einen Einfluss auf den natürlichen Wasserkreislauf der Erde. Dadurch sind immer mehr Regionen von starker Wasserknappheit bis hin zu Dürren betroffen, während andere Regionen von immer häufiger wiederkehrenden Überflutungen geplagt werden. Viele Menschen leiden unter stark verunreinigtem Wasser und haben keinen Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser. Dadurch wird die Ausbreitung von Krankheiten begünstigt. Neben staatlichen Institutionen sind auch Unternehmen mehr und mehr aufgefordert, einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser zu fördern und den Wasserverbrauch deutlich zu verringern. Damit tragen sie unmittelbar zu einer nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Region bei. Zudem erfüllen sie die immer strenger werdenden gesetzlichen Auflagen im Hinblick auf den Umgang mit Wasser.

Unser Auftrag

Ramboll wurde beauftragt für ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen die wasserbezogenen Risiken seiner Produktionsstätten zu bewerten. Auf dieser Grundlage will der Kunde ein Wassermanagement zur Risikominimierung an ausgewählten Standorten einführen. Die erste Aufgabe bestand darin, Standorte zu identifizieren, die von potenziellen Risiken im Zusammenhang mit Wasser besonders betroffen sind. Anschließend sollten Maßnahmen entwickelt werden, um die identifizierten Risiken zu minimieren oder sogar zu eliminieren. In einem weiterführenden Schritt sollten diese Maßnahmen in eine geordnete Struktur in Form eines Managementsystems überführt werden, um eine systematische Überwachung und regelmäßige Leistungsüberprüfung zu gewährleisten. Ramboll wurden beauftragt, eine umfassende Wasserrisikobewertung durchzuführen. Zu diesem Zweck wurden zunächst verschiedene webbasierte Tools, öffentlich zugängliche GIS-Karten und regionale Artikel ausgewertet, um potenzielle Risiken in den Regionen der einzelnen Standorte zu ermitteln. Dabei handelte es sich um physische Risiken wie Dürre, Überschwemmung oder Kontaminationen, aber auch um mögliche rechtliche oder Reputationsrisiken. In einem zweiten Schritt wurden mit Hilfe umfangreicher Fragebögen standortspezifische Daten und Erfahrungen der Mitarbeiter gesammelt, um die regional identifizierten Risiken in Bezug auf die einzelnen Standorte zu bewerten. In einem letzten Schritt wurde eine Road Map erstellt, um Maßnahmen zur Risikominimierung vorzuschlagen.

Ergebnis und Kundennutzen

Im Ergebnis unserer Arbeit wurden dem Kunden die potenziellen wasserbezogenen Risiken für alle Produktionsstandorte weltweit im Detail aufgezeigt. Darüber hinaus wurden Trends für die Zukunft abgeleitet und Empfehlungen gegeben, wie sich die jeweiligen Standorte vor möglichen Risiken schützen können. Der Kunde nutzt die Ergebnisse, um mögliche Maßnahmen mit den einzelnen Standorten abzustimmen und umzusetzen, um eine unternehmensweite Strategie für ein Wasserrisikomanagement zur Risikominimierung zu entwickeln. Ramboll wird den Kunden hierbei weiterhin unterstützend beraten.

Gesellschaftlicher Beitrag

Wasserrisiken wirken sich in den meisten Fällen lokal oder regional aus, oftmals sind so genannte Wassereinzugsgebiete betroffen. Die in diesen Gebieten ansässigen Unternehmen, aber auch die Bewohner und die Natur sind gleichermaßen betroffen. Indem sich Unternehmen mit den Folgen solcher Risiken auseinandersetzen, müssen sie somit über die eigenen Standortgrenzen hinausblicken und das gesamte System betrachten. Es ist wichtig mit allen beteiligten Parteien im Austausch zu sein, um die Wirkungen einzelner Maßnahmen abzustimmen und die Folgen für alle zu berücksichtigen. Dies geschieht zum Beispiel durch den Dialog zwischen Unternehmen, der lokalen Politik und Umweltverbänden. Indem Unternehmen Maßnahmen zur Minimierung von Risiken ergreifen, leisten sie somit in vielen Fällen einen lokalen bis hin zu einem regionalen Beitrag für ein sicheres Zusammenleben.