Radbahn U1 in Berlin

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Torsten Perner

Torsten Perner

Senior Consultant, Mobility & Rail
Telefon: +49 1525 3218005

Unsere Services

Unter dem denkmalgeschützten Hochbahn-Viadukt der Hauptstadt U-Bahn-Linie U1 könnte schon bald ein hochwertiger Stadtraum entstehen. Unsere Fachleute prüfen im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, ob dort ein überdachter Radweg entstehen kann. Unsere Fachleute sind für die Planung aller Querungen, die städtebauliche Integration und mehrere Workshops mit den Beteiligten vor Ort verantwortlich. Mit dem Projekt bietet sich die Chance auf mehr Lebensqualität im urbanen Berlin.

Ramboll gestaltet nachhaltige und lebenswerte Orte

„Der bewusste Umgang mit bestehenden Stadträumen und deren Aufwertung, die potenzielle Wandlung hin zu mehr nachhaltiger Mobilität und die aktive Beteiligung der Bürgerschaft machen das Projekt zu einem echten Traumauftrag für uns! Er passt perfekt zu unserem Ansatz der vernetzten Planung, denn mit unseren Projekten möchten wir den Ausbau klimafreundlicher Transportmittel voranbringen und einen Mehrwert für die Gesellschaft liefern. All dies findet sich hier wieder“, sagt Torsten Perner voller Begeisterung. Er ist Ramboll-Verkehrsexperte und Projektleiter der U1-Radbahn. Derzeit wird der Platz unter dem U-Bahn-Viadukt nur wenig genutzt und stelle eine Barriere in diesem äußerst belebten Stadtraum dar.

Der Radweg ist schon jetzt mit vielen Hoffnungen verbunden: Entstanden aus der Mitte der Bürgerschaft bekommt er Rückendeckung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik „Wir können hier eine besonders sichere und schnelle Radverbindung schaffen, die gleichzeitig zum Symbol des Berlins der Zukunft fungiert. Die U1-Radbahn steht für eine lebenswerte und moderne Stadt“, sagt Perner.

Die Route des Radwegs

Als Zeichen für nachhaltige urbane Räume kann die Radbahn entlang der U1 auch deshalb gewertet werden, weil sie im kulturellen Herzen der Stadt verläuft: Starten könnte sie am Bahnhof Zoologischer Garten und verläuft quer durch Schöneberg und Kreuzberg bis zur Oberbaumbrücke. Unser Auftrag betrachten den Kreuzberger Abschnitt zwischen Kottbusser Tor und Oberbaumbrücke. Für Radfahrende und alle Menschen, die sich hier aufhalten möchten, wäre dies eine immense Verbesserung, weil der Straßenraum künftig nicht mehr vom Autoverkehr dominiert werden soll.

Dennoch: einige Besonderheiten müssen bei der Planung berücksichtigt werden. So wird die Breite des Radwegs durch die Stützen des Viadukts beeinflusst und auch die Zugänge zu den U-Bahn-Haltestellen müssen beachtet werden. Daher untersuchen wir auch eine Variante, in der der Autoverkehr auf eine Seite der Skalitzer Straße konzentriert wird. Damit könnte auf der anderen Straßenseite des U-Bahn-Viadukts ein 2 km langer Boulevard entstehen. Gleichzeitig kreuzen diverse Straßen: „Wir werden bei der Planung besonderen Wert darauf legen, dass die Route für Fußgehende und Radfahrende attraktiv ist. Dafür greifen wir auf unsere Erfahrungen in diversen europäischen Fahrradmetropolen, wie Kopenhagen und Utrecht, zurück.“ So nimmt auch unser Kollege Morten Kabell an einem zweitägigen Workshop teil, um mit Fachleuten zu diskutieren, wie die von ihm in seiner Zeit als Baubürgermeister von Kopenhagen realisierte Fahrradschlange das Verkehrsgeschehen und den öffentlich Raum verändert hat.

Es gibt viele Möglichkeiten Sicherheit und Komfort für die Nutzerinnen und Nutzer zu maximieren. Dazu gehört zum Beispiel die Optimierung des Verkehrsflusses. Unterstützend wirken eine Priorisierung des Rad- und Fußverkehrs bei Vorfahrtsregelungen oder optische und physische Abgrenzungen bei Abbiegungen.

Digital mitgestalten

Ihre Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf die Radbahn U1 und das unmittelbare Umfeld können Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer aktuellen Befragung mitteilen. Vom 5. Juli bis zum 20. August findet die Umfrage zur laufenden Machbarkeitsuntersuchung statt. Es können unter anderem Rückmeldungen zu Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Untersuchungsraums vom Kottbusser Tor bis zur Oberbaumbrücke sowie zu möglichen Querschnittsvarianten gegeben werden. Auf dieser Grundlage werden unsere Expertinnen und Experten dann die Entwürfe für eine neue Querschnittsgestaltung erstellt.

Hier geht’s direkt zur Beteiligungsplattform