Ersatzneubau der Schleuse Lüneburg

Pläne für den Ersatzeubau der Schleuse Lüneburg

Pläne für den Ersatzeubau der Schleuse Lüneburg

Kontakt

Dr.-Ing. Peter Ruland

Peter Ruland

Director Wasser & Ingenieurbau
Telefon: +49 40 32818-124
Andreas Nitschke

Andreas Nitschke

Lead Engineer Civil Engineering
Telefon: +49 40 32818-123
Stefan Fuchs

Stefan Fuchs

Project Manager
Telefon: +49 40 32818-175

Am Hamburger Hafen landen täglich Güter aus aller Welt in Containern oder als Massengut. Damit diese auch mit Hilfe der Binnenschifffahrt nach ganz Deutschland gelangen können, braucht es eine verlässliche Anbindung an das deutsche Binnenwasserstraßennetz. Die wichtigste Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens ist der Elbe-Seitenkanal (ESK), der über das Schiffshebewerk (SHW) Lüneburg bei Scharnebeck und der Schleusengruppe Uelzen an den Mittellandkanal (MLK) angeschlossen ist. Das Schiffshebewerk sorgt für die Überwindung der Fallhöhe von 38 Metern für Schiffseinheiten bis 100 m Länge. Das 1976 in Betrieb genommene Schiffhebewerk ist so jedoch nicht mehr ausreichend für die moderne Schifffahrt und stellt einen Engpass im Wasserstraßennetz dar.

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus der Schifffahrt, sowie des absehbaren Endes der Nutzungsdauer des Schiffshebewerkes ist der vorgezogene Ersatzneubau einer Schleuse in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen und letztendlich durch das Bundeswasserstraßenausbaugesetzes (WaStrAbG) mit einer entsprechend hohen Umsetzungspriorität belegt worden.

Ingenieurtechnische Meisterleistung

Gemeinsam mit Schüßler-Plan und weiteren Fachbüros setzt Ramboll die Planung und Gestaltung des Ersatzneubaus der Schleuse um. „Die neue Schleuse muss eine Fallhöhe von 38 Metern überwinden und bietet mit 225 Metern Nutzlänge und 12,5 Metern Kammerbreite ausreichend Kapazität für moderne Binnenschiffe. Dieses komplexe Bauwerk umzusetzen erfordert höchstspezifische Fachkenntnisse, über die wir durch unsere langjährige Erfahrung in der Planung von Ingenieurbauwerken für die Binnenschifffahrt verfügen“, erklärt Dr. Peter Ruland, Director Marine and Civil Engineering bei Ramboll. „Bei der Planung der größten Binnenschifffahrtsschleuse Deutschlands verlassen wir uns jedoch nicht allein auf unsere Erfahrung, sondern setzen mit Building Information Modelling auch auf moderne Technik. So können wir auch ein Bauwerk dieser Größenordnung bis ins Detail planen und alle Abläufe vorab digital testen.“

Insgesamt umfasst das Projekt neben der Planung der Schleuse auch die Planung der folgenden Objekte:

  • Baugrube
  • Kanalbrücke
  • Verkehrsanlage
  • Oberer und unterer Vorhafen
  • Damm

Innovative Gestaltung und Mehrwert für Anwohner

Das beeindruckende Ingenieurbauwerk soll nach Fertigstellung nicht nur den Schiffsverkehr optimieren, sondern auch einen Mehrwert für die Bewohner der Umgebung bieten. „In unseren Gestaltungsentwürfen sind Vorschläge für eine Aussichtsplattform, sowie die Umsetzung eines Besucherkonzeptes vorgesehen“, erklärt Projektleiter Andreas Nitschke. „Das neue Besucherkonzept soll die Binnenschifffahrt erlebbar machen und Interessierten die technischen Details der Schleuse näherbringen.“ 

Damit sich das Bauwerk bestmöglich in die Umgebung einbettet, haben Rambolls Landschaftsarchitekten zudem im Rahmen der Angebotserstellung Vorschläge für eine optimale Einbindung in die Landschaft entwickelt.