Das Konzerthaus Harpa: Eine in 3D-entworfene Ikone der Architektur

Harpa Concert and Conference Center

Harpa Concert and Conference Center

Kontakt

Werner Frosch

Director, Architecture & Landscape, Germany

Entworfen wurde die Harpa von unseren Henning Larsen-Architektinnen und -Architekten und dem isländischen Künstler Olafur Eliasson, Ramboll war für alle Ingenieurdisziplinen verantwortlich. Seit der Eröffnung im Jahr 2011 hat das Konzerthaus in Reykjavik zahlreiche Konzerte und Kongresse der Weltklasse beherbergt. Es ist Teil eines größeren Masterplans für das Gebiet um Reykjaviks Hafen, der so zum Anziehungspunkt für Tourismus und Kunst geworden ist. So wir einen Ort des urbanen Lebens geschaffen. Das Gebäude ist CO2-neutral und erfüllt höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit. Die Harpa bezieht seine Energie aus den geothermischen Ressourcen Islands.

Ein charakteristisches Erscheinungsbild

Das Konzert- und Konferenzzentrum wurde ausschließlich mit Hilfe von Entwürfen aus digitalen 3D-Modellen konstruiert. Diese Technologie ermöglichte es, die einzigartige Architektur zu schaffen.

Das Harpa Konzert- und Konferenzzentrum wurde unter Verwendung digitaler 3D-Modelle für Strukturen, Lüftung, Sanitär- und Elektroinstallationen entworfen. Während der Projektplanungsphase war das Harpa 3D-Modell das größte digitale 3D-Modell eines Gebäudes weltweit. Das Modell wurde online geteilt, da Unternehmen auf der ganzen Welt gleichzeitig daran arbeiteten.

Die 3D-Modelle machten es möglich, die einzigartige Architektur zu schaffen, bei der die Richtung der einzelnen Balkonkanten, Wände und Fassaden so weit wie möglich variiert werden, während auch die Neigungen von Fassaden und Dächern variieren. Die 3D-Modelle wurden verwendet, um Konflikte zwischen Trägern, Entlüftungsöffnungen, Rohren und Decken zu vermeiden, die wie ein kompliziertes Puzzle dicht beieinander liegen.

Die Mittelfassade verleiht dem Gebäude ein charakteristisches Erscheinungsbild. Sie ist aus so genannten „Quasi-Ziegeln“, räumliche Formen mit einem Stahlskelett, aufgebaut und an den Innen- und Außenseiten aus Glas. Die Fassade wurde von dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson entworfen, und in enger Zusammenarbeit zwischen Künstler, Architektinnen und Architekten sowie, Ingenieurinnen und Ingenieuren entwickelt. Die Fassade trägt das Gewicht des Daches und widersteht dem starken isländischen Wind.