Flächenerweiterung der Airbus-Werke in Hamburg

Airbus-Werkserweiterung Mühlenberger Loch

Airbus-Werkserweiterung Mühlenberger Loch

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Andreas Nitschke

Andreas Nitschke

Executive Director, Division Manager Civil Engineering
Telefon: +49 40 32818-123

Für die Ausweitung der Airbus-Flugzeugfertigung, u.a. des Großraumflugzeugs A380, am Standort Hamburg-Finkenwerder, war eine Erweiterung des Werksgeländes in räumlichem Zusammenhang mit den bestehenden Produktionsanlagen notwendig.

Die Airbus Deutschland GmbH (ehemals EADS Airbus GmbH) führt an ihrem bereits existierenden Standort Hamburg-Finkenwerder die Teilefertigung und Endmontage dieses Flugzeuges durch. Da landseitig keine ausreichenden Flächen zur Verfügung standen, wurde die Erweiterung im angrenzenden „Mühlenberger Loch“ geplant.

Die Wattfläche stellt historisch die Verlandung eines durch Nassbaggerung in den 1940er Jahren entstandenen Beckens zur Erprobung von Flugbooten/Wasserflugzeugen dar. Für die 140 ha neue Werksfläche waren mit den erforderlichen Hochwasserschutzdeichen insgesamt 161 ha Landgewinnung notwendig.

Der Auftrag beinhaltet die technische Planung folgender Komponenten:
  • Flächenaufhöhung auf sehr weichen Schlickschichten von NN ~0,00 m auf NN +5,00 m. Hierzu wurde die Fläche durch einen Ringdeich von der Tide abgeschlossen und innerhalb des geschützten Beckens Sand in sehr dünnen Lagen von Pontons aus verrieselt bzw. ab ausreichender Schichtdicke eingespült. Um die hohen Anforderungen an die Restsetzungen auf den Werksflächen einzuhalten, wurden geotechnische Verfahren wie Vertikaldrainagen, Vakuumverfahren, Vorbelastungen eingesetzt
  • Hochwasserschutz (HWS) der neuen Fläche bestehend aus Deichen sowie HWS-Wänden und Anschluss an den vorhandenen HWS. Zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Baugrundes unterhalb der Deiche wurden geotextilummantelte Sandsäulen in engem Raster eingebracht und mit einer Sandlage auf Geotextil überdeckt.
  • Kaianlage inkl. RoRo-Anlage und HWS-Hub-/Senktor: Die Kaianlage mit RoRo-Anlage an der Elbe dient zum Umschlag großformatiger Flugzeugsegmente, die nur auf dem Wasserweg transportiert werden können. Die Kaifläche auf NN+ 5,0 m liegt unterhalb des Hochwasserniveaus und ist daher von einer 3,5 m hohen Hochwasserschutzwand umschlossen durch die ein absenkbares, 45 m breites Hochwasserschutztor führt.
  • Siel- und Pumpbauwerk: Zur Sicherstellung der Regenentwässerung der Werksanlagen auch bei Hochwasser in der Elbe wurde ein unterirdisches Siel- und Pumpwerk geplant. Liegt der Außenwasserspiegel niedrig können 25.000 m3/h abfließen, bei Hochwasser können immerhin 18.000 m3/h gepumpt werden.

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