Whimpact-Studie: Öffentlicher Nahverkehr ist das Rückgrat von 'Mobility as a Service'

28. März 2019

Ramboll analysierte die Nutzung von „Whim“ während des ersten Betriebsjahres der MaaS-App und erstellte so die erste Studie, die über den aktuellen Stand von 'Mobility as a Service' Auskunft gibt.

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Jukka-Pekka Pitkänen

Global Spearheads Director, Smart Mobility
Telefon: +358 040 738 4190

Mit der Studie „Whimpact: Insights from the World's First Mobility as a Service Solution,” zeigen das finnische Unternehmen MaaS Global und Ramboll erstmals den aktuellen Stand von Mobility as a Service (MaaS) auf. Der Bericht basiert auf Daten von Whim, dem ersten kommerziell erhältlichen MaaS-Service der Welt, durch den Nutzer auf verschiedene Transportmittel mit nur einem einzigen Monatsabonnement zugreifen können. In der Studie analysierte Ramboll Daten von mehr als 70.000 registrierten Nutzern, basierend auf dem ersten Betriebsjahr von Whim in Helsinki, Finnland. Whimpact zeigt wie MaaS verwendet wird und vergleicht die Gesamtnutzung von Transportdienstleistungen in einer bestimmten Stadt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der öffentliche Nahverkehr das Rückgrat von MaaS ist:

  • Whim-Nutzer legen 73% ihrer Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, beim Durchschnittsbürger sind es nur 48%.
  • 42% aller Radtouren in der Stadt kombinieren Whim-Nutzer mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Whim-Nutzer greifen auf unterschiedliche Transportmittel zurück. Um die erste oder letzte Meile zu überbrücken, nutzen sie sowohl Fahrräder als auch Taxis.
  • Whim-Nutzer kombinieren Taxis dreimal häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln, im Vergleich zum Durchschnitt anderer Personen in Helsinki.
  • Whim-Kunden nutzen ein breites Spektrum an Transportdienstleistungen. Dabei bevorzugen sie eindeutig nachhaltigere Verkehrsmittel und tragen so dazu bei, die Überlastung der Stadt und die Abhängigkeit von Autos zu verringern.

Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge, werden bis 2050 68% der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. Die Städte stehen daher vor der großen Herausforderung, mit ihren Verkehrssystemen mit dem Wachstum Schritt zu halten. Der Bedarf neuer Transportlösungen und -dienste, die es den Bürgerinnen und Bürgern erleichtert in den Städten von A nach B zu gelangen, ist daher groß. Über die MaaS-Plattform können Nutzer auf eine Vielzahl von Transportdienstleistungen zugreifen, die alle individuellen Mobilitätsbedürfnisse abdecken. Im Kampf gegen zunehmende Überlastung und CO2-Emissionen wird die öffentliche Verkehrsinfrastruktur immer mehr zu einem entscheidenden Bestandteil, um wachsende Städte lebenswert zu erhalten.

"Whim-Nutzer scheinen offener dafür zu sein, verschiedene Mobilitätsoptionen zu kombinieren und neue Mobilitätsdienste wie etwa Leihräder auszuprobieren. Sie nutzen Taxis dreimal so oft wie die Durchschnittsbürger von Helsinki, um die erste und letzte Meile zu überbrücken. Sollte sich dieses Nutzungsverhalten in der breiten Masse durchsetzen, könnte das den Städten helfen, das Problem der Überlastung zu lösen und die Situation für Fußgänger zu verbessern. Zudem würde es die Kommunen dabei unterstützen, die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen “, sagt Jukka-Pekka Pitkänen, Director für Smart Mobility bei Ramboll.

„Bevor die Menschen nicht bereit dazu sind, ihre Autos aufzugeben, ist schwer, wirklich etwas für die Umwelt zu bewirken. Der Auslastungsgrad von Pkw liegt derzeit bei nur rund vier Prozent – ansonsten stehen die Autos still “, erklärt Krista Huhtala-Jenks, Leiterin der Abteilung Ökosystem und Nachhaltigkeit bei MaaS Global. „Mit der Studie wollten wir aufzeigen, welchen Einfluss MaaS bei der Lösung von Verkehrs- und CO2-Problemen hat. Die Transport- und Verkehrsprobleme der Zukunft kann kein Dienstanbieter alleine lösen. Daher sind offene APIs und die Zusammenarbeit zwischen allen Transportdienstleistern erforderlich, um die Anforderungen der Endnutzer optimal erfüllen zu können. Alle diese Dienstleister können Teil einer globalen Lösung sein, welche die Menschen dazu bringt, ihr Auto abzustellen – einfach, weil es eine bessere Alternative gibt. “

Die Studie untersuchte die Whim-Nutzungsdaten während des ersten Jahres in Bezug auf das Nutzungsverhalten, das Verkehrssystem in Helsinki, das MaaS-Konzept und die Frage, ob MaaS die Entwicklung hin zu einer autofreien Stadt unterstützt.

Lesen Sie hier die Studie Whimpact: Insights from the World's First Mobility as a Service Solution,”

Über MaaS Global

MaaS Global ist der weltweit erste Mobility-as-a-Service-Betreiber (MaaS). Die mit Preisen ausgezeichnete Whim-App stellt den Nutzern alle Dienstleistungen des Öffentlichen Nahverkehrs in einer App zur Verfügung. Mit mehr als drei Millionen Nutzungen seit der Einführung im Dezember 2017 ist Whim die erste auf dem Markt erhältliche All-Inclusive-MaaS-Lösung. Mit Whim gelangen die Nutzer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Mietwagen und vielen anderen Optionen von A nach B und das alles mit nur einem einzigen Monatsabonnement. Whim hat die Gewohnheiten der Nutzer zugunsten nachhaltiger Verkehrsmittel revolutioniert.

MaaS Global wurde 2015 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Helsinki, Finnland. Das Unternehmen wird von Toyota Financial Services, Karsan Otomotiv, Transdev, Aioi Nissay Dowa, Denso und Veho finanziert. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 24,2 Millionen Euro.

Erfahren Sie mehr über MaaS und die Whim-App