Wohin mit ausgedienten Elektrokleingeräten? Ramboll unterstützt die EU-Kommission bei der Entwicklung von Rückgabekonzepten

16. Mai 2022

Allein im Jahr 2019 wurden weltweit knapp 54 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Das sind 7,3 kg pro Kopf. Für das Jahr 2030 wird dieser Abfallstrom auf 74,7 Millionen Tonnen prognostiziert (Quelle: UBA). Gründe für das steigende Abfallaufkommen im Bereich Elektroschrott sind vor allem ein erhöhter Konsum, die kurze Lebensdauer der Produkte und mangelnde Reparaturmöglichkeiten von Elektrogeräten.

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Valentina Romagnoli

Valentina Romagnoli

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Das muss sich ändern: Der europäische Circular Economy Action Plan (CEAP 2020) schreibt hier speziell der Wertschöpfungskette von Elektro- und Elektronik-Altgeräten eine Schlüsselrolle zu. Er sieht die Einführung einer Initiative zur Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Elektro- und Elektronikaltgeräte vor. Diese Initiative soll verschiedene Maßnahmen umfassen, um Sammlung, Rücknahme und Reparaturmöglichkeiten von Elektro- und Elektronikaltgeräten zu verbessern.

Erschreckend niedrige Sammel- und Reparaturquote von kleinen Elektroaltgeräten 

Ramboll unterstützt derzeit in einem Projekt die EU-Kommission bei der Verbesserung des Abfallmanagements von kleinen Elektro- und Elektronikaltgeräten, englisch WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment). Im Fokus des Projekts stehen v.a. Handys, Laptops, Tablets und Ladegeräte. Für das Projekt werden Daten ausgewertet, die erklären sollen, warum bei diesen Geräten die Rückgaberate so niedrig ist. Allein in Deutschland werden schätzungsweise 100 Millionen alter Handys unbenutzt in den Haushalten gelagert – mit verbauten Edelmetallen im Wert von 160 Millionen EUR (Quelle: BUND). Darüber hinaus analysieren die Experten und Expertinnen von Ramboll existierende Rückgabe- und Rücknahmesysteme und weitere Maßnahmen, welche die Getrenntsammlung von Elektroaltgeräten erleichtern können.

Schaffung politischer Rahmenbedingungen für ein bewussteres Konsumverhalten

Ziel des Projekts ist es, mögliche Maßnahmen zu identifizieren, die eine höhere Sammelquote bewirken können und damit Wiederverwendung, Reparatur und Refurbishment (dt.: Wiederinstandsetzung) von kleinen Elektro- und Elektronik-Altgeräten einfacher machen. Ein weiterer Baustein für die Erstellung des Maßnahmenkatalogs ist die Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessenvertreter*innen in der Branche und ihrer Positionen.

Ramboll stellt mit diesem Projekt einmal mehr seine fachliche Kompetenz in der Beratung wichtiger Organisationen und Verwaltungen unter Beweis, wenn es darum geht, die europäische Nachhaltigkeitsagenda umzusetzen und die Rahmenbedingungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu schaffen. 
Und nicht nur auf europäischer Ebene ist der ressourceneffiziente Umgang mit Elektrokleingeräten ein wichtiges Thema, es zahlt auch wesentlich in die internationalen Nachhaltigkeitsziele der UN ein.