Nachhaltige Infrastrukturentwicklung in der äthiopischen Hauptstadt

19. Juni 2019
In Zusammenarbeit mit den äthiopischen Behörden wird Ramboll für Addis Abeba einen strategischen Infrastrukturplan erarbeiten. Nachhaltige Lösungen stehen dabei im Fokus.

Kontakt

Jens Chr. Helbech Hede

Director, Transport, International Projects
Telefon: +45 5161 2593

Das von der Weltbank finanzierte Projekt zeigt die steigende Nachfrage aus Schwellen- und Entwicklungsländern nach Planungsleistungen, die Nachhaltigkeitsaspekte einbeziehen.

In den letzten zehn Jahren ist die Wirtschaft Äthiopiens stark gewachsen. Dank einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 10% stieg die Kaufkraft im Land und wuchs die Mittelschicht. Auch auf den Straßen der 4,5 Millionen Einwohnern-Stadt Addis Abeba fahren inzwischen deutlich mehr Autos. Infolgedessen haben Luftverschmutzung und Staus in der Stadt erheblich zugenommen und beeinträchtigen nun Produktivität und Wirtschaftswachstum.

„Diese Entwicklung wollen die Behörden in Addis Abeba rückgängig machen. Sie wollen nachhaltiges Wachstum, das die wirtschaftliche Entwicklung mit Umweltschutz und Klimawandel verbindet”, sagt Jens Chr. Helbech Hede, der bei Ramboll als Senior Director im Geschäftsbereich Transport & Infrastruktur internationale Projekte verantwortet. 

Er führt aus: „Aufgabe unserer Experten ist es, den lokalen Behörden bei der Entwicklung eines strategischen Infrastrukturplans für alle Verkehrsmodi zu helfen. Ziels ist es, so nachhaltigere und emissionsärmere Alternativen zum Auto zu schaffen, wie beispielsweise U- und Fernbahnen.“

Ramboll übernimmt die leitende Beratung für das Projekt. Der Bereich Smart Mobility entwickelt ein nachfragebasiertes Verkehrsmodell und einen einheitlichen Plan für zukünftige Infrastrukturprojekte der Stadt bis 2030. Die Arbeiten erfolgen durch ein Konsortium mit zwei italienischen und einem ortsansässigen Unternehmen. Dieses Konsortium wird die Muster nachgefragter Fahrten und die Transportbedingungen in Addis Abeba auswerten. Anhand der Ergebnisse können Verkehrsstrategien für die Stadt abgeleitet, verschiedene Alternativen getestet und die beste Lösung ermittelt werden. Bürger und weitere Stakeholder werden mit Hilfe von Workshops, öffentlicher Informationsveranstaltungen und einer Projekt-Website in den gesamten Planentwicklungsprozess eingebunden. 

Wachsender Markt in Entwicklungs- und Schwellenländern

Das Projekt ist ein konkretes Beispiel für die steigende Nachfrage aus Entwicklungs- und Schwellenländern nach nachhaltigen technischen Lösungen. Einwohner der sich entwickelnden Länder sind den Folgen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt. Für Gegenmaßnahmen gehen sie häufig Partnerschaften mit Entwicklungsbanken wie der Weltbank ein, die ihnen mit Finanzierungslösungen und dem Wissen zur Seite stehen, das nötig ist, um Nachhaltigkeit in Entwicklungsprojekte zu integrieren.