„Wir wollen die UN-Nachhaltigkeitsziele auch in Deutschland sichtbarer machen.“

19. Dezember 2019
Im November 2019 fand erneut das weltweit größte Innovationslabor rund um die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung statt: UNLEASH. Kristina Broens, Managerin bei Management Consulting vertrat Ramboll auf der Konferenz in Shenzhen, China, und nahm neue Ideen mit nach Hause, wie der deutsche Markt nachhaltiger gestaltet werden kann.
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

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Kristina Broens

Kristina Broens

Manager
Telefon: +49 30 302020-126

Zum Abschluss des Jahres haben wir Kristina Broens zu UNLEASH und der Bedeutung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung befragt:

Was ist das UNLEASH-Innovationslabor und was war dort deine Rolle?

UNLEASH ist ein riesiges Unterfangen! Jedes Jahr nehmen 1.000 junge Talente aus der ganzen Welt teil und arbeiten dann teamübergreifend zusammen, um neue Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Ich habe mich erfolgreich für die Teilnahme beworben und war sehr gespannt was mich in Shenzhen erwartet.

Dort angekommen, habe ich an Crash-Kursen zu Ideenfindungsprozessen teilgenommen und begann dann schnell in einer Gruppe gleichgesinnter Teammitglieder zu arbeiten. Wir entwickelten eine Lösung, die dazu beitragen soll sexuelle Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verhindern, indem die anderen Fahrgäste einbezogen werden. 

Warum ist UNLEASH der richtige Ort für einen Ramboll-Berater?

UNLEASH arbeitet daran, die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (UNSDGs) voranzutreiben. Diese Ziele sollen ausdrücklich nicht nur für die Entwicklungsländer gelten, sondern sind als globale Bewegung gedacht. Bezahlbare und saubere Energie, nachhaltige Produktion oder die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen betreffen auch Industrienationen wie Deutschland. Wir bei Ramboll tragen bereits mit vielen Projekten direkt oder indirekt zur Umsetzung der SDGs bei, und es ist für mich klar, dass wir mit unserer Arbeit einen großen Unterschied machen können.

Welche Eindrücke und Erfahrungen hast du von der Konferenz mitgenommen?

Shenzhen, wo die Veranstaltung stattfand, ist eine der größten Wirtschaftsmetropolen der Welt mitten in China. Trotz oder gerade wegen seiner starken Position ist China sehr an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele interessiert und möchte einen Beitrag leisten.

Wenn man von 999 engagierten jungen Menschen aus 162 verschiedenen Ländern umgeben ist, die sich alle um die Zukunft unserer Welt sorgen, wird schnell klar, dass jeder von uns gebraucht wird, um echte Veränderungen zu erreichen. Bei Ramboll habe ich das Gefühl, dass wir die besten Voraussetzungen haben, um gemeinsam mit unseren Kunden wirklich etwas zu bewegen; sei es in Deutschland, Skandinavien, Singapur, den USA oder anderswo.

Kannst du uns ein Beispiel erläutern, wo deine Arbeit konkret eines der Ziele beeinflusst?

Wir arbeiten seit Jahren mit unterschiedlich großen Kommunen zusammen, organisieren Formate für Bürgerbeteiligung und suchen nach Lösungen mit langfristiger Wirkung. Dies kann direkt mit dem SDG #11 „Nachhaltige Städte & Gemeinden“ verknüpft werden. Aus dieser Kombination ergibt sich ein Mehrwert für unsere Kunden: Sie können Zugang zu neuen Netzwerken erhalten, ihr Profil steigern und von anderen lernen. Wir unterstützen unsere Kunden allerdings auch bei vielen weiteren UN-Zielen wie Gesundheit & Wohlergehen, hochwertige Bildung, weniger Ungleichheiten, nachhaltiger Konsum und Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. 

Du bezeichnest die SDGs als eine globale Bewegung. Die Ziele spielen jedoch in den einzelnen Ländern eine unterschiedliche Rolle. Wie ist die Situation in Deutschland? 

Ich selbst arbeite eng mit unseren Kollegen aus Skandinavien zusammen und kenne sogar einige der lokalen Kunden. Dort sehe ich, dass die SDGs an Relevanz gewinnen und dass die Kunden sehr interessiert an dem Thema sind. Meine dänischen Kollegen haben zum Beispiel bei der Entwicklung eines ersten nationalen Ausgangswerts für eines der Ziele mitgewirkt. Die Teams dort arbeiten also aufgrund der Nachfrage viel mit den UNSDGs zusammen.

In Deutschland hingegen sind die SDGs bislang noch kaum sichtbar. Wir können das aber ändern und wollen das zum Wohle der deutschen Gesellschaft tun. Entsprechend unserem Ansatz unterstreichen die UNSDGs, dass die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren notwendig ist, um Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Das passt sehr gut zu unserem ganzheitlichen Ansatz bei Ramboll und unserer Strategie. Ich finde Unternehmen wie Ramboll müssen einen Beitrag leisten und alles tun, was wir können, um sowohl Kunden als auch die Gesellschaft zu unterstützen, zu fördern und zu inspirieren, mehr für nachhaltige Veränderungen zu tun.

Bereits zum dritten Mal unterstützte die Ramboll Stiftung die UNLEASH Konferenz. Erfahren Sie mehr auf der UNLEASH-Website