Ressourcensichernder Rückbau von Windenergieanlagen

11. November 2019

Ramboll erarbeitete interdisziplinär eine Studie für das Umweltbundesamt, die alle Umweltaspekte des Recyclings alter Windenergieanlagen betrachtet. Das Ergebnis dieses anspruchsvollen Kreislaufwirtschaftsprojekts zeigt großen Handlungsbedarf.

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Ferdinand Zotz

Ferdinand Zotz

Senior Managing Consultant
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Der deutsche Onshore-Windpark besteht aus mehr als 27.000 Windenergieanlagen (WEA), die mit rund 40% den größten Beitrag zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Deutschland leisten. Da es sich hier um einen relativ jungen Industriezweig handelt (erste Inbetriebnahmen in den 90er Jahren) gibt es nur wenige Erfahrungen auf dem Gebiet des Anlagenrückbaus. Dieser wird etwa ab dem Jahr 2020 verstärkt einsetzen, unter anderem aus Gründen der Funktionstüchtigkeit, Standsicherheit und Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommt die Substitution noch funktionstüchtiger Anlagen durch leistungsstärkere WEA, das sogenannte Repowering, welches zu weiteren Rückbauaktivitäten führen wird.

Es bedarf daher Strategien für den End-of-Life-Prozess. In einem umfangreichen Forschungsprojekt untersuchte Ramboll im Auftrag des Umweltbundesamts die aktuelle Praxis des Rückbaus von WEA und der Entsorgung der dabei entstehenden Abfälle. Ramboll entwickelte eine Abfall- und Kostenprognose, technische Anforderungen an umweltverträglichen Rückbau sowie Entsorgung und diskutierte mögliche politische Optionen.

Zu geringe Recyclingkapazitäten und Rücklagen für Rückbau von Windenergieanlagen

Die Studie deckt hohen Handlungsbedarf auf. "Neben Engpässen bei den Recyclingkapazitäte, drohen Risiken für Mensch und Umwelt bei einem unsachgemäßen Rückbau. Die Studie gibt deshalb Empfehlungen für gute Praxis, die Betreibern, Unternehmen und Behörden als Orientierung dienen können, um einen ressourcensichernden Rückbau von Windenergieanlagen zu gewährleisten", erklärt Ferdinand Zotz, Senior Managing Consultant im Bereich Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement bei Ramboll.

Lesen Sie die vollständige Studie auf der Website des Umweltbundesamts