Plastikmüll vermeiden

10. Juli 2019
Die globale Initiative „Plastic Free July“ ruft dazu auf, insbesondere Einwegverpackungen aus Plastik zu vermeiden. Rambolls Experten aus dem Geschäftsbereich „Umwelt und Gesundheit“ tragen in vielfältigen Projekten dazu bei, das weltweite Problem mit dem Plastikmüll anzugehen.

Jedes Jahr landen 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren. „Etwa 80 Prozent des Plastiks gelangt über das Land ins Meer“, erklärt Elisabeth Zettl, die sich bei Ramboll mit dem Thema beschäftigt. „Das größte Problem ist das mangelnde Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft: Wir nutzen übermäßig Kunststoffverpackungen und entsorgen diese oft unsachgerecht. Dazu kommen dann noch Kunststoff-Abfälle, die in der Schifffahrt, in der Fischerei und in der Aquakulturindustrie anfallen.“

Bereits seit vielen Jahren setzt sich Ramboll mit dem Management von Plastikabfällen, dem Eintrag von Plastik ins Meer und der Entwicklung von Lösungen auseinander. Für die EU-Kommission, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie für das Umweltbundesamt hat Ramboll an entsprechenden Studien mitgewirkt.

Grenzüberschreitende Lösungen gefragt

Wie der Eintrag von Plastikflaschen ins Meer auf zwei Karibikinseln reduziert werden kann, hat Elisabeth Zettl für das BMZ untersucht. „Ein großes Problem der Inseln ist der saisonale Massentourismus, zunehmend auch durch Kreuzfahrtschiffe. Es gibt zwar schon einige lokale Initiativen, aber die Mengen besonders an saisonal anfallendem Müll sind schwer zu managen“, so die Expertin. „Wichtig ist, dass grenzüberschreitend etwas getan wird. Denn der Plastikmüll im Meer stammt nicht nur von den Inseln selbst, sondern auch aus anderen Gegenden. Es müssen daher alle beteiligten Akteure ins Boot geholt werden – vom Hersteller über den Verkäufer bis hin zum Verbraucher.“

Plastik vermeiden 

Der wichtigste Ansatz ist es, Kunststoffverpackungen zu reduzieren und Tüten oder Flaschen erst gar nicht in den Umlauf zu bringen. Immer mehr Einzelhändler ergreifen Maßnahmen, die darauf abzielen Einwegverpackungen zu reduzieren. Zum Beispiel in dem sie dafür Gebühren erheben oder wiederverwendbare Alternativen anbieten. Einige Einzelhändler haben sich im Rahmen des Retailers' Environmental Action Programme (REAP) dazu verpflichtet, bestimmte Richtlinien einzuhalten. Im Auftrag der Europäischen Kommission übernimmt Ramboll das Monitoring für das Programm und unterstützt die teilnehmenden Unternehmen so dabei, ihre Selbstverpflichtungen auch umzusetzen.

Alternativen nutzen

Biologisch abbaubare Kunststoffe (BAK) können eine attraktive Alternative zu konventionellen Kunststoffen sein. Allerdings machen diese Kunststoffe aktuell gerade einmal ein Prozent der globalen Kunststoffproduktion aus – und sie sind nicht unumstritten. Für das Umweltbundesamt hat Ramboll und das Fraunhofer UMSICHT deshalb das ,,Gutachten zur Behandlung von biologisch abbaubaren Kunststoffen" erstellt. Weitverbreitet ist der Einsatz von BAK beispielsweise in Bioabfallbeuteln. Maria Burgstaller, die für Ramboll an dem Gutachten mitgearbeitet hat, erklärt: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass nicht alle aus BAK hergestellten Bioabfallbeutel im entsprechenden Kompostierzyklus der Anlagen abgebaut werden und deshalb häufig bereits vor oder nach der Kompostierung aussortiert werden.“ Kommunen und Anlagenbetreiber müssen daher Vorkehrungen treffen, damit die Verwertung optimal auf die gesammelten Abfälle abgestimmt werden kann.

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