Nachhaltigkeit im Wassersektor messen

31. März 2020
Rambolls globales Wasserteam verstärkt sich im Bereich der Nachhaltigkeitsdokumentation und der Lebenszyklusbewertung: Sarah Brudler hat ein Instrument entwickelt, das die Umweltauswirkungen in Städten durch Anpassungen an den Klimawandel und den Umgang mit Regenwasser berechnet.

Der Begriff Nachhaltigkeit hat sich von einem weitläufig verwendeten Schlagwort zu etwas entwickelt, das der globale Wassersektor spezifisch und messbar machen will. Viele suchen jedoch immer noch nach bewährten Methoden, um ihre Bemühungen zu analysieren, zu dokumentieren und darüber zu berichten.

Als neue Nachhaltigkeitsexpertin in Rambolls globalem Geschäftsbereich Wasser, unterstützt Sarah Brudler Gemeinden, Versorgungszentren und andere Unternehmen im Wassersektor in diesem Bereich. Die promovierte Expertin für Umweltnachhaltigkeit ist Sachverständige für Lebenszyklusanalysen und hat auch mit anderen Nachhaltigkeitsmethoden und Rahmenplänen gearbeitet, wie z.B. den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung.

„Kommunen, kommunale Versorger und Wasser-Versorgungsunternehmen haben das gemeinsame Ziel, ihre Bemühungen, um ein nachhaltigeres Wassermanagement unter Beweis zu stellen. Durch die Verwendung konkreter Zahlen und fallspezifischer Informationen, wie zum Beispiel CO2-Fußabdrücken, helfen wir ihnen, Nachhaltigkeit zu einem messbaren Parameter zu machen, der optimiert und in Berichten abgezeichnet werden kann", sagt Sarah Brudler.

Quantifizierung der Auswirkungen von Regenwassermanagement und Klimaanpassung

Als Beispiel für die Dokumentation der Nachhaltigkeit hat Sarah Brudler eine neue, wissenschaftlich fundierte Rahmenplanung entwickelt, um die Umweltauswirkungen des Regenwassermanagements und der Anpassung an den Klimawandel zu quantifizieren. Auf der Grundlage dieser Rahmenplanung hat sie ein Tool zur Berechnung der Umweltauswirkungen verschiedener Systeme entwickelt, die von der traditionellen Regenwasserbewirtschaftung in Rohren und Becken bis hin zu oberflächenbasierten und grün-blauen Lösungen im städtischen Freiraum reichen. 

Das Tool wurde in enger Zusammenarbeit mit großen dänischen Wasserversorgern entwickelt und in verschiedenen Projekten getestet und angewendet. Sarah arbeitet jedoch nicht nur mit dänischen Kunden, da sie in Deutschland geboren und aufgewachsen ist.