Nachhaltige Gebäude bieten großes Potenzial

11. Juni 2019
Eine nachhaltige Bauweise steigert den Wert einer Immobilie – bestätigen 64% der 400 Architekten, Entwickler, Bauunternehmer und Investoren aus Skandinavien und Großbritannien, die an der 6. Marktstudie für nachhaltiges Bauen teilgenommen haben.
Helsinki Library. Photo: Kuvio

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Kontakt

Rikke Bjerregaard Orry

Sustainability Director, Buildings
Telefon: +45 51613200

Michael Stevns

Director Communications Transportation and Buildings
Telefon: +45 51614846

Gebäude sind heute für mehr als 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich und verursachen bis zu einem Drittel der Treibhausgasemissionen. Mit schnellen Lösungen kann man hier wenig ändern. Die „Marktstudie für nachhaltige Gebäude“ will daher Treiber und Trends aufzeigen und mit fundierten Marktkenntnissen zu langfristigen Lösungen beitragen.

Nachhaltigkeit ist der neue Standard

Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeit in der Branche einen festen Platz eingenommen hat. Alle Befragten bestätigten, an nachhaltigen Projekten beteiligt zu sein. Im Vergleich dazu gaben 2017 noch 5% an, dass keines ihrer aktuellen Projekte als nachhaltig eingestuft werden könne. Mit Blick auf die Zukunft sagten 57% der Befragten, dass mehr als die Hälfte ihrer Projekte nachhaltig sein werden. Die Studie zeigt jedoch Unklarheiten in Bezug auf Kosten und Nutzen nachhaltiger Gebäude. Auf die Frage, ob nachhaltige Gebäude eine gute Investition darstellen, konnten fast 50% aller Befragten wenige oder gar keine Angaben dazu machen, ob nachhaltige Gebäude teurer sind oder niedrigere Betriebskosten haben.

Rikke Bjerregaard Orry, Rambolls Group Sustainability Director für Hochbau & Architektur, erklärt: „Wir gehen davon aus, dass zukünftige Generationen ein zunehmendes Interesse daran haben, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen, ihren persönlichen CO2-Fußabdruck zu minimieren und für Unternehmen zu arbeiten, die diese Werte teilen und aktiv nachhaltig handeln. Nachhaltige Gebäude sind hier ein wichtiger Bestandteil und werden zunehmend zu einem Erkennungszeichen für Unternehmen, die etwas bewegen wollen. “

Innovation und Digitalisierung

Digitalisierung, innovative Technologien und neue Bautechniken versprechen mehr Nachhaltigkeit und Effizienz im Bausektor. Den Befragten zufolge kann in Zukunft mit einer verstärkten Nutzung von Building Information Modeling (BIM) gerechnet werden – nicht nur in der Entwurfsphase, sondern auch in der Betriebsphase und am Ende der Lebensdauer eines Gebäudes. Das Erstellen eines digitalen Zwillings eines Gebäudes ermöglicht es, verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte wie die Ökobilanz und die Gesamtbetriebskosten in einem einzigen Modell zusammenzufassen. So kann der Projektentwickler seine Entscheidungen auf einer umfassenderen und wirtschaftlicheren Grundlage treffen.

Der Trend, den 49% der Befragten als den wichtigsten identifizieren, ist: Erneuerbare Energien oder dezentrale Energielösungen vor Ort. Solche Lösungen können Solaranlagen, Fernwärmesysteme oder Energiespeichern umfassen. Um die Nachhaltigkeit zu erhöhen und CO2-Emissionen zu reduzieren, sehen die Befragten ebenfalls viel Potenzial in der Verwendung neuer Materialien. Ein Beispiel ist der Bau mit Brettsperrholz (CLT). Da Bäume beim Wachsen Kohlendioxid aufnehmen und es speichern, bis das Holz verfällt oder verbrannt wird, ist Holz ein sehr nachhaltiges Baumaterial. Darüber hinaus kann das verbaute Holz am Ende der Lebensdauer eines Gebäudes wiederverwendet werden.

Das Wohlbefinden messen

Die Teilnehmer der Umfrage wurden gebeten, die drei wichtigsten Punkte zu nennen, die sie dazu veranlasst haben, Umweltzertifizierungen anzuwenden. Die drei wichtigsten Antworten im Jahr 2019 lauteten „Anforderungen von Kunden, Mietern oder sonstigen Stakeholdern“ (60%), „Verbesserung der Gebäudeleistung“ (51%) und „Verbesserte Qualität“ (44%).

Die Qualität der Raumluft, die Beleuchtung sowie das Raumklima werden von den Befragten als die wichtigsten Wohlfühl- und Gesundheitsfaktoren eingestuft. Interessanterweise haben nur wenige Länder verbindliche Schwellenwerte für diese Faktoren. Umweltzertifizierungen wie DGNB, LEED und BREEAM können jedoch dazu beitragen, Probleme wie die Luftqualität anzugehen, indem sie die Anforderungen an die Baumaterialien stellen, mit geringen Mengen an chemischen Substanzen auszukommen.

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