Wissenschaftliche Begleitung: Landesaktionsplan gegen Rassismus

25. Juni 2021

Vielfalt, Toleranz und Respekt statt rassistischer Diskriminierung: als eines der ersten Bundesländer verabschiedet Schleswig-Holstein einen Aktionsplan gegen Rassismus. Ramboll hat die Erstellung des Plans im Auftrag des Landespräventionsrat Schleswig-Holstein wissenschaftlich begleitet. Handlungsbedarfe zu identifizieren und Empfehlungen für die weitere Anti-Rassismus-Arbeit zu entwickeln waren nur einige Aufgaben unserer Expertinnen und Experten.

Kontakt

Angela Köllner

Business Manager, Integration and Employment
Telefon: +49 40 302020-102

Mit der wissenschaftlichen Begleitung unterstützten wir den Landespräventionsrat Schleswig-Holstein bei der Erstellung des Landesaktionsplans gegen Rassismus. Ziel war die Aufdeckung von Handlungsbedarfen und die Formulierung von Handlungsempfehlungen. Der Aktionsplan ist am Dienstag verabschiedet worden.

 

Bei der Entwicklung des Landesaktionsplans hat Ramboll die Abstimmungen zwischen den Beteiligten der Landesregierung moderiert, fachliche Impulse gesetzt und den Landespräventionsrat bei der Koordinierung unterstützt. „Die Handlungsfelder im Bereich der Bekämpfung von Antirassismusarbeit und Diskriminierung sind vielfältig“, erläutert Ramboll-Expertin Angela Köllner: „Insgesamt wurden 31 konkrete Maßnahmen in den Landesaktionsplan übernommen. Der vielleicht wichtigste Schritt ist aber schon mit dem Projektbeginn Anfang 2019 durch die Beteiligten erfolgt. Nämlich der Wille, gegen Rassismus in all seinen Formen vorzugehen und Maßnahmen zu ergreifen.“

 

Grundlage des Landesaktionsplans war eine breit angelegte Bestandsaufnahme von Maßnahmen und Projekten der Antirassimusarbeit im Land, die von unseren Fachleuten systematisiert wurde. Diese diente als Absprunglinie für die Entwicklung von neuen Maßnahmen. Zu der wissenschaftlichen Begleitung zählte auch die Konzeption und Durchführung von Dialogveranstaltungen mit der Zivilgesellschaft: „Um relevante Maßnahmen zu entwickeln ist es wichtig, im Dialog sein und die Betroffenenperspektive einzubinden“, erklärt Köllner. Sie ist seit Jahren im Bereich Integration und Arbeitswelt tätig. Die Impulse aus den Dialogveranstaltung wurden in einem von Ramboll moderierten Prozess von einer interministeriellen Arbeitsgruppe vertieft, diskutiert und zu Empfehlungen weiterentwickelt. Zu einigen Fragestellungen wurde auch externe Expertise in der Antirassismsusarbeit zurate gezogen.

 

Nun ist der Aktionsplan in drei übergeordnete Handlungsfelder gegliedert: Schutz vor rassistischer Diskriminierung auf individueller und institutioneller Ebene, Demokratiebildung und rassismuskritische Aufklärungsarbeit in der Bildung, gesellschaftliches Engagement gegen Rassismus und für Demokratie. Von der Einrichtung einer Stelle, an die sich Betroffene von Rassismus wenden können über Fortbildungen der Verwaltung deckt der Aktionsplan somit unterschiedlichste Bereiche ab.