Großes Innovationspotential: Der Hafner Ring in Konstanz

10. Dezember 2018
Ramboll Studio Dreiseitl hat den Wettbewerb für die Gestaltung des „Hafner Ring“ in Konstanz gewonnen. Die Wahl der Jury fiel einstimmig aus: „Wir haben uns für den Entwurf mit dem größten Innovationspotential entschieden. Der Stadtteil soll zukunftsfähig, an Veränderungen der nächsten Jahre anpassbar sein“, so Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn. Das Konzept ist in enger Zusammenarbeit mit KCAP Architekten und Stadtplaner, Argus Stadt und Verkehr sowie Energy-Group.ch entstanden.
Konstanz Hafner Ring

Konstanz Hafner Ring

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Gerhard Hauber

Gerhard Hauber

Executive Partner, Climate adaptation & Landscape, Germany
Telefon: +49 07551 9288-0

Unser Experten-Team hat den Wettbewerb für die Gestaltung des neuen Hafner-Bezirks in Konstanz für sich entschieden. Das Konzept für den Hafner Ring in Konstanz ist das Ergebnis besonderen Planungsprozesses mit einer intensiven Beteiligung der Öffentlichkeit. Entsprechend fallen erste Reaktionen der Bürger positiv aus.

Im Nordwesten von Konstanz entsteht in den nächsten Jahren ein neuer Stadtbezirk mit rund 2.800 Wohneinheiten für etwa 8.000 Bewohner. 45 Hektar stehen für das neue Wohngebiet zur Verfügung. Auf weiteren 15 Hektar ist Platz für Gewerbe. Dabei gibt es keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe, die Nutzungen mischen sich. Das Gebiet soll zudem weitgehend autofrei sein und die Lebensqualität in den Vordergrund stellen. So entsteht in Konstanz eine neue, grüne Nachbarschaft.

Grüner Lebensraum

Wichtigstes Kennzeichen der neuen städtebaulichen Struktur ist das „grüne Band“ mit multifunktionalen Freiflächen. Geplant ist ein Erholungs- und Erlebnisraum, der den Hafner Ring mit der bestehenden Nachbarschaft in Wollmatingen verbindet. Soziale Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder ein Pflegeheim ergänzen das Konzept.
Das grüne Band dient als Treffpunkt, greift die Nähe zum Dorf und die Nachbarschaft zur Stadt auf und geht auf die besondere Lage zwischen Landschaft und Stadt ein. In weiteren Beteiligungsprozessen können die Freiräume gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern gestaltet werden. Radwege und öffentliche Verkehrsmitteln sorgen für eine gute Anbindung.

Ein wichtiger Bestandteil des Hafner Rings wird außerdem die grüne Mitte. Sie ist mit dem grünen Band verbunden. Der nachhaltige Ansatz des Konzepts ist hier deutlich sichtbar: Feuchtgebiete, Flüsse und andere wertvolle Lebensräume werden geschützt und integriert.

Vernetzung: Autofreie Anbindung & erneuerbare Energien

Um eine lebenswerte Stadt zu schaffen, ist im Rest der Nachbarschaft der Autoverkehr eingeschränkt. Stattdessen wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Übergang zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln gefördert und die gemeinsame Nutzung von Fahrrädern ermöglicht.

Dafür werden an Mobilitätsknotenpunkten Parkplätze, Mietwagen und Elektrofahrzeuge bereitgestellt. Kurze Anfahrtswege der Industriegebiete an die Verbindungsstraße stellen sicher, dass die bewohnbaren Innenräume nicht durch den Verkehrslärm beeinträchtigt werden und Autos nicht mehr das dominierende Verkehrsmittel sind.

Die gesamte Nachbarschaft wird mit einem Energienetz ausgestattet, das die Nutzung erneuerbarer Energien fördert und den Versorgungsbedarf erheblich reduziert. Generell zeichnet sich das innovative Konzept für den Hafner Ring durch eine extrem hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedingungen und Bedürfnisse aus.

 

Ramboll

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