Grundwasserkartierung in Kalifornien

17. Juli 2017

Kalifornien leidet unter einer anhaltenden Trockenperiode. Die Behörden des US-Bundesstaates haben nun Ramboll damit beauftragt, eine Übersicht der betroffenen Grundwasserressourcen zu erstellen.

Contact

Max Halkjær

Global Service Line Leader, Water Resources Management
Telefon: +45 5161 2960

Vier Jahre Dürre haben die Grundwasservorräte Kaliforniens schrumpfen lassen. Die kalifornischen Behörden führen daher eine genaue Kartierung der Grundwasserressourcen durch, um die Wasserspeicher nachhaltiger zu machen. Ramboll wurde mit zwei Projekten in diesem Bereich beauftragt.

Das erste Projekt beschäftigt sich mit dem Risiko, dass sich Grundwasser in Küstengebieten mit Salzwasser vermischt und somit verloren geht.

„Eine der zahlreichen Herausforderungen für Kalifornien besteht darin, einen realistischen Überblick darüber zu gewinnen, wo es Bestände an frischem Grundwasser gibt und die Wasserbewegungen in den Küstengebieten zu erfassen, wo sich das Grundwasser mit dem Salzwasser vermischt. Wir widmen uns dieser Aufgabe in einem großen Gebiet in der Nähe von Monterey Bay“, so Max Halkjær, Leiter der Water Resources Service Line von Ramboll.

Bei diesem Projekt kooperiert Ramboll mit SkyTEM Surveys und I-GIS. SkyTEM Surveys kartiert den kalifornischen Untergrund mit Hilfe hochmoderner Scanning-Ausrüstung. I-GIS steuert 3D-Visualisierungssoftware bei und Ramboll übernimmt Beratung und Datenanalysen.

Grundwasserführende Schichten in den Blick nehmen

Eine weitere Herausforderung in Kalifornien besteht darin, einen besseren Überblick über die Verläufe der grundwasserführenden Schichten zu erlangen. Deshalb befasst sich Ramboll im zweiten Projekt mit erweitertem Datenmanagement und bodenbasierten geophysikalischen Untersuchungen indem die Verläufe der grundwasserführenden Schichten kartiert werden.

„Auf Grundlage alter und neuer Daten erstellen wir eine gründliche Analyse, mit deren Hilfe wir genauere Einblicke in die Lage des Grundwassers gewinnen“, erklärt Max Halkjær.

Dieses Projekt wird gemeinsam mit I-GIS und einem örtlichen Beratungsunternehmen durchgeführt.

Ein starkes Bündnis sorgt für gute Kooperation

Beide Projekte wurden im Rahmen der Water Technology Alliance (WTA) vergeben. Die 2015 gegründete Allianz hat das Ziel, dem dänischen Wassermodell zu mehr Bekanntheit zu verhelfen und die dänische Wasserindustrie beim Eintritt in den US-amerikanischen Markt zu unterstützen.

„Als Mitglieder der dänischen Handelskammer werden die dänischen Wasserunternehmen von drei ständig in Kalifornien ansässigen Vertretern repräsentiert. Diese sind auf den Bereich Wasser spezialisiert und sollen vor allem Kooperationsmöglichkeiten anbahnen. Da die kalifornischen Behörden an einer Zusammenarbeit sehr interessiert sind, haben sich schon viele gute Gelegenheiten ergeben“, so Max Halkjær.

Die Water Technology Alliance ist Teil der dänischen Handelskammer in Kalifornien und wird von der dänischen Industrie Stiftung (Industriens Fond) gefördert. Neben Ramboll gehören der Allianz auch Aarhus Vand, Kamstrup, Applied Biomimetic, Danfoss, Grundfoss, Smith Innovation, DHI, AVK, LiqTech und Leif Koch A/S, SkyTEM sowie I-GIS an.