Grüner Wasserstoff ist die nächste Stufe der dänisch-deutschen Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien

7. September 2021

Grüner Wasserstoff könnte das nachhaltige Wachstum in Deutschland und Dänemark beschleunigen und für den Ausbau der Spitzenposition beider Länder in punkto klimafreundlicher Technologien sorgen. Führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder sprachen sich beim Hamburg Copenhagen Business Forum für ein regionales grünes Wasserstoff-Cluster aus.

Der dänische Minister für Klima, Energie und Versorgung, Dan Jørgensen (Mitte) und der Geschäftsführer von Ramboll, Jens-Peter Saul (rechts) begrüßen die Delegierten beim Runden Tisch.

Der dänische Minister für Klima, Energie und Versorgung, Dan Jørgensen (Mitte) und der Geschäftsführer von Ramboll, Jens-Peter Saul (rechts) begrüßen die Delegierten beim Runden Tisch.

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Dänemark und Deutschland sollten ihre Kräfte bündeln, um die Produktion und den Einsatz von grünem Wasserstoff voranzutreiben und dabei auf ihre Stärken im Bereich der erneuerbaren Energien bauen. Dies war die Botschaft eines Runden Tisches, der von Ramboll und dem dänischen Verband der Energiewirtschaft am 25. August im Anschluss an das alle zwei Jahre stattfindende Hamburg Copenhagen Business Forum stattfand.

Die dänische und die deutsche Delegation, zu denen unter anderem Dan Jørgensen, Dänemarks Minister für Klima, Energie und Versorgung, und Michael Westhagemann, Hamburger Senator für Wirtschaft und Innovation, sprachen sich für eine künftige Zusammenarbeit bei einem dänisch-deutschen Wasserstoff-Cluster aus.

Investitionen & Know-how anziehen

"Es ist sehr sinnvoll, dass Dänemark und Deutschland zusammenarbeiten, denn wir sind Nachbarländer. Ein dänisch-deutsches Wasserstoffcluster wird weltweit Resonanz finden und Investitionen, Unternehmen und Know-how anziehen", sagte Jens-Peter Saul, CEO der Ramboll-Gruppe. "Gemeinsam können wir eine starke gemeinsame Plattform für Know-how, Innovation und Produktion schaffen, von der beide Länder profitieren", fügte er hinzu.

An dem Gespräch nahmen etwa 30 führende Vertreterinnen und Vertreter von Schlüsselunternehmen des Wasserstoffmarktes teil, darunter Ørsted, Halder Topsøe, Copenhagen Infrastructure Partners und Vattenfall. Sie tauschten sich über die Perspektiven von Investorinnen und Investoren sowie Infrastrukturen in Bezug auf grünen Wasserstoff und Power-to-X aus und betonten die dringende Notwendigkeit politischer Unterstützung und Finanzierung, um das Potenzial der künftigen Zusammenarbeit und des Einsatzes dieser Technologien in großem Maßstab zu realisieren.

Auf Hochburgen der erneuerbaren Energien aufbauen

Dänemark und Norddeutschland produzieren derzeit große Mengen an erneuerbarer Energie aus Offshore-Windparks in der Nordsee, die zur Herstellung von grünem Wasserstoff genutzt werden kann. Mit zusätzlichen Investitionen in die Windenergie, wie z. B. in die geplante Energieinsel in der Nordsee, wird die Produktion in den kommenden Jahren weiter steigen.

Beide Länder haben erhebliche Mittel für die Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe bereitgestellt. Deutschland hat im Rahmen seiner Wasserstoffstrategie 7 Mrd. EUR für die Förderung des heimischen Marktes vorgesehen und weitere 2 Mrd. EUR im Rahmen einer "Made in Germany"-Strategie. In ähnlicher Weise hat Dänemark beschlossen, 850 Millionen DKK in die Entwicklung grüner Kraftstoffe zu investieren.

"Grüner Wasserstoff und Power-to-X bieten enorme Möglichkeiten zur Beschleunigung des grünen Wandels und können zu einem wichtigen neuen Geschäftsfeld für dänische Unternehmen werden. Eine enge Zusammenarbeit mit Hamburg und Norddeutschland wird beiden Ländern eine noch stärkere Position im Wettlauf zu einem globalen Kraftwerk verschaffen", sagt Troels Ranis, Direktor des dänischen Verbands der Energiewirtschaft. 

Über grünen Wasserstoff

Grüner Wasserstoff ist völlig kohlenstofffrei und wird durch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Wasser in einem Elektrolyseur hergestellt, wobei bei der Herstellung keine Treibhausgasemissionen entstehen. Grüner Wasserstoff kann entweder direkt verwendet oder mit Hilfe von Power-to-X-Technologien in nachhaltige Kraftstoffe umgewandelt werden.

Grüner Wasserstoff und nachhaltige Kraftstoffe können anstelle fossiler Brennstoffe in schwer zu elektrifizierenden Sektoren wie Luftfahrt, Lkw-Verkehr, Schifffahrt und Schwerindustrie eingesetzt werden – und so dazu beitragen, deren Kohlenstoffemissionen zu verringern. Damit ist grüner Wasserstoff eine Technologie, die eine entscheidende Rolle dabei spielen wird, die globale Erwärmung auf unter 1,5°C zu begrenzen.