Digitale Transformation voranbringen: Ramboll führt erste Evaluation für das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi durch

12. November 2021
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat Ramboll als Hauptauftragnehmer die Evaluation für das Förderprogramm “go-digital” durchgeführt. Das Programm unterstützt mittlerweile seit mehr als vier Jahren Digitalisierungsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 

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Simon Böhmer

Simon Böhmer

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Dr. Thorsten Lübbers

Thorsten Lübbers

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Die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft voranzubringen, ist ein zentrales Anliegen auf der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Aus diesem Grund wurde das Förderprogramm „go-digital“ ins Leben gerufen, um den digitalen Fortschritt von kleinen bis mittleren Unternehmen(KMU) zu fördern. 

Das Förderprogramm

Zur Fördergruppe von “go-digital” zählen KMU mit unter 100 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von weniger als 20. Mio. Euro. “go-digital“ fördert hierbei die fachliche Beratung und Begleitung der Unternehmen bei der strategischen Umsetzung neuer Digitalisierungsmaßnahmen. 

Das Förderprogramm setzt sich aus den drei Modulen "Digitalisierte Geschäftsprozesse", "Digitale Markterschließung" und "IT-Sicherheit" zusammen und hat zum Ziel, Unternehmen an digitale Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsmöglichkeiten heranführen.

Auftrag und Ergebnisse der Evaluation

Ramboll führte nun die erste umfassende Evaluation des seit 2017 bestehenden Förderprogramms durch. Untersucht wurde nicht nur die Relevanz und Kohärenz, sondern auch der Erfolg, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Programms. “Für die Untersuchung nutzten wir einen Mix aus unterschiedlichen Erhebungs- und Analyseschritten” sagt Simon Böhmer, Projektmanager der Evaluation, “neben einer Daten- und Dokumentenanalyse führten wir unter anderem Fachgespräche mit Expert:innen durch, setzten in Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut uzbonn  telefonische und Online-Befragungen mit Beratungsunternehmen, mit begünstigten KMU und mit nicht begünstigten KMU um und wir führten fast 50 Vertiefungsinterviews mit begünstigten KMU und mit Beratungsunternehmen.”

Dabei zeigt sich: Insbesondere die Ergebnisse zum Erfolg und zur Wirksamkeit des Förderprogramms sind positiv. Die selbst gesteckten Vorhabenziele der begünstigten KMU wurden in der großen Mehrzahl der Fälle erreicht. “Zudem konnten wir kausale Effekte bei der Umsatzentwicklung der Unternehmen und bei der Verbesserung  der IT-Sicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder feststellen”, so Simon Böhmer.

„Wir sehen aber gerade im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit noch Verbesserungsbedarf und auch bei der Kommunikation bezüglich der Abgrenzung zu angrenzenden Landes- und Bundesprogrammen gibt es noch Stellschrauben, die gedreht werden können“, ergänzt Simon Böhmer. Wichtig sei auch zu prüfen, inwiefern die förderfähigen Themen von „go-digital“ um Zukunftsthemen wie KI und um die Entwicklung von Digitalisierungs- und Datenstrategien ausgeweitet werden können.