Entsorgung biologisch abbaubarer Kunststoffe

11. April 2019
Biokunststoffe scheinen eine attraktive Alternative zu konventionellen Kunststoffen zu sein. Eine von Ramboll durchgeführte Studie gibt Aufschluss über verschiedene Entsorgungskonzepte. Die Ergebnisse stellte Maria Burgstaller gestern beim „Kasseler Abfall- und Ressourcenforum“ vor.

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Maria Burgstaller

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Kunststoffe, wie sie zurzeit in Plastiktüten oder -flaschen eingesetzt werden, zersetzen sich in der Umwelt erst nach mehreren Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten – und hinterlassen dann als Mikroplastik weiterhin ihre Spuren. Kunststoffe, welche die gleichen Eigenschaften in der Verarbeitung aufweisen, jedoch biologisch abbaubar sind, scheinen daher eine attraktive Alternative zu sein. Bislang machen diese biologisch abbaubaren Kunststoffe (BAK) zwar nicht einmal ein Prozent der globalen Kunststoffproduktion aus, ein weiterer Anstieg kann jedoch erwartet werden. Europaweit gibt es allerdings unterschiedliche Ansichten über die ökologische Vorteilhaftigkeit von BAK und abweichende Ansätze im Umgang mit entsprechenden Abfällen.

Sammlung und Verwertung abstimmen

Deshalb hat das Umweltbundesamt Ramboll und das Fraunhofer UMSICHT mit der Erstellung des ,,Gutachten zur Behandlung von biologisch abbaubaren Kunststoffen" beauftragt. „In der Studie haben wir uns unterschiedliche Entsorgungskonzepte für Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande und Schweden angesehen und miteinander verglichen“, erklärt Ramboll-Expertin Maria Burgstaller. Zudem wurde das Abbauverhalten von BAK unter Laborbedingungen sowie in der Umwelt analysiert und - darauf basierend - Empfehlungen für den Umgang mit in Deutschland besonders relevanten Produktgruppen unter aktuellen Rahmenbedingungen formuliert.

„Die Studie hat beispielsweise ergeben, dass nicht alle aus BAK hergestellten Bioabfallbeutel in den entsprechenden Kompostierzyklus der Anlagen abgebaut werden und deshalb häufig bereits vor oder nach der Kompostierung aussortiert werden. Jedoch bieten die Bioabfallbeutel aus BAK den Verbrauchern eine Erleichterung bei der Sammlung von Bioabfällen und können somit eine Steigerung der getrennt gesammelten Bioabfälle fördern“, erklärt die Expertin. „Wir empfehlen daher, dass Kommunen und Anlagenbetreiber den Verbrauchern klar kommunizieren, wenn eine Entsorgung der Bioabfälle in den Beuteln gewünscht ist. So kann die Verwertung optimal auf die gesammelten Abfälle abgestimmt werden.“

Weitere Informationen zum Gutachten finden Sie im Artikel „Behandlung biologisch abbaubarer Kunststoffabfälle in Deutschland“

 

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