Karen Wanner

Senior Consultant

T: +49 30 3020-200

In welchem Bereich arbeitest du bei Ramboll? 

Unser Team bearbeitet Projekte rund um das Thema Mobilität. Das fängt mit verkehrsplanerischen Themen an, also der Überlegung, welche öffentlichen Verkehrsangebote von wo nach wo in welcher Häufigkeit fahren sollen. Darüber hinaus beraten wir Kunden im In- und Ausland, wenn es um die Vorbereitung von Infrastrukturprojekten oder Fahrzeugbeschaffungen geht, entwickeln Logistiklösungen oder helfen Verkehrsbetrieben dabei, die Digitalisierung zu bewältigen. Wir begleiten Ministerien, Unternehmen und Verbände aber auch in strategischen und politischen Fragen oder unterstützen sie in Vergabeverfahren. 

Wie kann man sich die Arbeit vorstellen?

Meine Aufgaben lassen sich schwer zusammenfassen, weil das Arbeiten bei Ramboll sehr abwechslungsreich ist. Aber wenn man es von der Örtlichkeit abhängig macht, kann man sagen, dass ich im Büro oder im Homeoffice meistens Studien oder Gutachten bearbeite, Analysen erstelle oder mit Kollegen überlege, wie man in Projekten als nächstes vorgeht. 

Wenn ich unterwegs bin, bin ich bei Kunden, erläutere ihnen unsere Analysen und – besonders wichtig im Beratungsgeschäft – höre mir an, welche Probleme die Kollegen in ihrem Arbeitsalltag haben. Denn das könnte dann das nächste Projekt sein!

Ich bearbeite auch viele Projekte im Ausland. Meist sind wir dort im Rahmen eines von internationalen Finanzinstitutionen, wie z.B. der Weltbank, geförderten Projektes vor Ort. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei, die lokalen Institutionen zu stärken und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zu befähigen, die Projekte auch umzusetzen und zu begleiten, wenn wir als Berater wieder weg sind. 

An welchen Projekten arbeitest du gerade?

Aktuell bin ich an einem Projekt zum Bau von Radschnellwegen hier in Berlin beteiligt. Dabei untersuchen wir, welche Korridore für die Radschnellwege geeignet sind, wie sie also am besten durch die Stadt verlaufen könnten. Mit diesen Ergebnissen gehen wir dann in die Öffentlichkeit und laden Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ihre Meinung einzubringen, um das Ganze gemeinsam weiterentwickeln zu können.

Zum anderen arbeite ich aktuell an einem Projekt in Ghana, bei dem es um die Planung einer neuen 650 Kilometer langen Eisenbahnstrecke geht. Hier bin ich zum einen Projektleiterin für das Beraterteam und verantworte zum anderen die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der Strecke. Die Herausforderung bei solchen Projekten im Ausland besteht oft darin, mit den Ansprechpartnern vor Ort in Kontakt zu bleiben sowie die interkulturelle Kommunikation sowohl innerhalb des internationalen Teams als auch mit sämtlichen Beteiligten vor Ort. Daher bin dann auch selbst häufig vor Ort.

Was macht es für dich besonders bei Ramboll zu arbeiten? 

Vor allem die Möglichkeit interdisziplinär in einem weltweit tätigen Unternehmen arbeiten zu können. Mir ist es auch sehr wichtig, mich international zu vernetzen – der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ist immer eine gute Inspiration. Ich finde es spannend, noch mehr über das breite Spektrum an Themen zu erfahren, an denen in den einzelnen Bereichen innerhalb von Ramboll gearbeitet wird. 

Was sind Themen, mit denen du dich momentan beschäftigst?

Smart Mobility ist für uns ein wichtiges Thema. Dabei geht es um vernetzte Mobilität, die Verknüpfung von traditionellen Verkehrsträgern und neuen Kommunikationstechnologen, um die vorhandenen Ressourcen an Verkehrswegen, Verkehrsmitteln und Informationen nachhaltig im Sinn der Umwelt zu optimieren. Das Ziel dabei ist es, den Verkehr in Städten durch Ressourceneffizienz und Umweltschutz nachhaltig zu gestalten und sie so lebenswerter zu machen. Dafür wollen wir neue Produkte für intelligente Transportsysteme sowie neue Mobilitätskonzepte wie Elektromobilität, Sharing und autonomes Fahren, entwickeln, die eng aufeinander abgestimmt sind. Eine andere Möglichkeit sind Apps, mit denen man alle unterschiedlichen Verkehrsarten mit Routenoptionen wählen kann, die auch den ökologischen Fußabdruck berechnet.

Empfindest du die Transport- und Mobilitätsbranche noch immer als Männerdomäne? 

Ja! Noch immer sind Frauen in unserem Bereich unterrepräsentiert. Aber wir können das ändern! Es fängt schon in Schule und Universität an. Dort müssen die Themenfelder Technik, Management und Aufbau von Netzwerken bei Mädchen und jungen Frauen stärker gefördert und für sie attraktiver gestaltet werden. Und es gibt starke Frauen, die sich in einer Führungsposition behaupten. Ich denke hier zum Beispiel an die Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg, Susanne Henckel, die Vorstandsvorsitzende der BVG, Sigrid Evelyn Nikutta oder die Geschäftsführerinnen des Eisenbahnunternehmens Keolis Deutschland, Magali Euverte und Anne Mathieu. Das sind Frauen, von denen wir noch mehr brauchen. Auch Initiativen wie den Girls‘ Day unterstütze ich sehr. Wir müssen noch mehr tun, um Mädchen und junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern.